BRIEF_KASTEN
Gemäß der Bedeutung ihres Namens war sie ein „Wahres Bild“ des leidenden Christus. Seit 1697 mit den Wundmalen des Herrn versehen, versteckte sie diese, wurde aber von Mitschwestern denunziert und litt Jahre unter schwersten Prüfungen durch die Inquisition. „Alle Demütigungen ertrage sie aber mit unbeschreiblicher Gelassenheit, nie habe sie ihr fröhliches Wesen verloren“, so berichtete der Bischof an das Offizium. Im Leiden stark, getragen durch die Liebe zu Jesus hielt sie allem stand und war dann hoch verehrt. Diese Gnadengabe, so ein Leben von extremen Tiefen und Höhen durchzustehen, diese Wandlung von Angst und Verzweiflung in Mut und völliges Gottvertrauen, ist für mich Geheimnis und Gottesbeweis zugleich. Veronica Giuliani ist „Wahres Bild“ für die große Bedeutung von charismatischen Frauen in der und für die Kirche.
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