BRIEF_KASTEN
Das Altstoffsammelzentrum in der Nähe meines Wohnorts ist nur einmal wöchentlich an einem Werktag geöffnet. Das heißt, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen: Die Entsorgung großer Kartonverpackungen und aller sperrigen Gegenstände ist eine Sache für den Urlaub. So gehört eben ein Entsorgungs-Halbtag zum fixen Urlaubsprogramm. Für mich bedeutet das aber keinen Raub von Urlaubszeit – eher das Gegenteil. Es ist entspannend, um das Haus zu streifen und auch im Keller nach dem zu suchen, wovon man sich schon lange trennen wollte.
Ein angenehmes Gefühl macht sich breit, sobald man das Auto vollgeladen hat und sich auf den Weg zum Altstoffsammelzentrum macht. Dem wurde übrigens – von mir unbemerkt – eine neue Bezeichnung gegeben. Was man dort hinbringt, ist nicht unbrauchbares „Klumpert“. Vieles von dem, was dort in die Container geworfen wird, kann weiterverarbeitet werden. Entsprechend heißt die Anlage auch Wertstoffzentrum.
Das Schönste am Besuch im Wertstoffzentrum ist der Moment des Einwerfens in die Container. Wenn man das, was man nicht mehr braucht, mit einem kräftigen Schwung über die Bordwand der Großbehälter hievt und dann loslässt, stellt sich umgehend ein Gefühl der Befreiung ein. Das ist richtig Urlaub.
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