BRIEF_KASTEN
„Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht“, sagt Apostel Thomas. (Joh 20,25) Er will sich genau davon überzeugen, ob Jesus von den Toten auferstanden ist. Seine Zweifel machten ihn im Sprachgebrauch zum „Ungläubigen Thomas“, was so aber nicht ganz stimmt. Thomas will sich vergewissern, er geht nicht in Opposition zu Jesus oder zu den anderen Aposteln. Im Gegenteil: Er will Teil der Gemeinschaft sein und Jesus nahe kommen. Zweifel gehören zum Glauben dazu. Gut möglich, dass auch die anderen Apostel gezweifelt haben. Thomas war jedenfalls so mutig und ehrlich, seine Zweifel auszusprechen. Sie haben ihn nicht davon abgehalten, sein Leben der Nachfolge von Jesus zu widmen. Thomas zog als Missionar durch den Nahen Osten und Vorderasien. In Indien hat er, vermutlich in der Nähe der heutigen Großstadt Madras, durch Schwert oder Lanze den Märtyrertod gefunden.
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