BRIEF_KASTEN
Der Entwurf für das Abfallwirtschaftsgesetz geht in eine richtige Richtung, hoffentlich werden strenge Vorgaben aber auch bald bei Einweggebinden (Plastikflaschen und Aludosen) kommen (derzeit laufen Pilotprojekte). Denn selbst beim Spitzenreiter Bier liegt die Mehrwegquote der Gebinde nur bei 50 Prozent (60 Prozent sollen es werden). Das heißt: Die Hälfte der Gebinde machen immer noch Dosen und Einwegflaschen aus.
Gesetzliche Pläne sind vom Ziel her zu denken und da zeigt sich, dass Pfandsysteme alleine nicht ausreichen: Denn neben der Ressourcenschonung geht es bei Verpackungsfragen stets um den Umweltschutz. Wer Straßen, Parkplätze und Autobahnen aufmerksam betrachtet, der erkennt, dass sie zu illegalen Mistplätzen geworden sind, auf denen Zeitgenossen die Überreste ihrer Konsumation – insbesondere Energiedrink-Dosen und Verpackungen der Fastfood-„Schachtelwirte“ – hinterlassen. „Gedankenlos“ ist dafür ein zu schwaches Wort: Jedem Kind ist bewusst, dass man das nicht tut. Der Müll ist vielmehr Ausdruck einer gleichgültigen bis feindseligen Haltung der Allgemeinheit gegenüber. Immer wieder gibt es Aufklärungskampagnen, aber sie reichen nicht aus. Leider werden wir nicht daran vorbeikommen, mit Kontrollaktionen und „pädagogisch“ sinnvollen Strafen die vermeintlich „kleinen“ Umweltsünder zum Wohlverhalten zu bringen.
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