BRIEF_KASTEN
Kürzlich war der Wert der Nachbarschaft Thema in der KirchenZeitung – ich kann das nur unterstreichen.
Das gilt übrigens auch für das Stadtleben: Manche preisen hier die Anonymität, andere klagen über die Einsamkeit, die sie in ihren eigenen vier Wänden erleben. Beides kann man haben und beides findet sich auch in ländlichen Regionen. Wie aber lebt man Nachbarschaft in einem Wohnhaus mit zwölf, zwanzig oder fünfzig Parteien?
Oft sind es die kleinen Dinge, die die Welt wärmer machen: etwa der freundliche Gruß im Stiegenhaus, manchmal ein kurzes Erkundigen nach der Befindlichkeit der Nachbarin oder aber – unsere neueste Errungenschaft – das „Nimm- und Bring-Regal“ beim Müllraum.
Kein schöner Ort, aber ein toller Platz, der häufig frequentiert wird und nun täglich von Groß und Klein inspiziert wird. Dort kann man frische Äpfel, gute Bücher, neuwertige Schuhe, Geschirr und Spielsachen in einem Regal ablegen.
Der nächste Nachbar kommt, schaut und freut sich über eine Reiselektüre oder eine Glaskaraffe und füllt das leere Regal mit frischen Quitten. Ein toller Warenaustausch!
elisabeth.leitner@kirchenzeitung.at
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