BRIEF_KASTEN
Kasperl und Pezi sind so beliebt, dass sie seit 65 Jahren im österreichischen Fernsehen auftreten. Die meisten Fans haben sie in tausenden Wohnzimmern, egal, ob sie aus dem Fernseher, Smart-TV oder Tablet lachen.
Einige Kinder dürfen aber im echten Kasperltheater sitzen und laut „Ja“ schreien. Ob Kabarett, Diskussion oder Show – manche sitzen vor der Scheibe, die anderen dahinter. Diese Trennung hat auch das interaktive Zeitalter von YouTube, Facebook und WhatsApp nur teils aufgebrochen.
Eine Werbeidee der Caritas kratzt an der strengen Aufteilung: Sitzt doch der Kabarettist Dirk Stermann im Park am „Plauderbankerl“ der Caritas und scheint plötzlich nicht nur Promis zuzuhören, die er dienstags gerne ausfragt, sondern allen, die sich zu ihm setzen.
So ist die Parkbank gedacht: Wer hier sitzt, ist gesprächsbereit.
Man kann annehmen, dass Stermann nach dem Fototermin weitergezogen ist. Umso interessanter, wer auf der Bank sitzen wird. Wer gerne plaudert, kann mit dem Zug hinfahren, denn das erste Plauderbankerl steht in Wiener Hauptbahnhofnähe, oder – das ist laut Caritas ausdrücklich erwünscht – kopiert die Idee und stellt woanders auch ein Plauderbankerl auf, mit der Aufschrift: „Wer hier sitzt, unterhält sich gerne“.
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