BRIEF_KASTEN
Meine Hochzeit naht mit großen Schritten und einiges ist noch zu erledigen. Meine Mutter, ein paar Freundinnen und ich setzten uns deshalb zusammen, um die Hochzeitsanstecker zu basteln.
Es ist wirklich eine sehr filigrane Arbeit, wie wir feststellten. Eine meiner Freundinnen fühlte sich sogar an Klosterarbeiten erinnert. „Können wir das?“, fragten wir uns anfangs. Doch schon nach kurzer Zeit übernahm jede einen bestimmten Arbeitsschritt: Bänder zuschneiden, Blumen umwickeln, alles zusammenrichten und kleben.
Nachdem wir unseren Rhythmus gefunden hatten, fing es an, richtig Spaß zumachen. Während wir arbeiteten, plauderten wir über dies und jenes, lachten und verzweifelten zwischendurch ein wenig, wenn eine Masche nicht so werden wollte, wie sie sollte oder der Heißkleber streikte.
Als Stärkung servierte uns meine Mutter einen Teller Blätterteigschiffchen mit Apfelfüllung. Bei dem Gedanken, dass ich mir ungefähr so die klassischen Nähkränzchen älterer Damen vorstellte, musste ich schmunzeln.
Meinen Mitbastlerinnen ging es ähnlich, sogar die Idee eines regelmäßigen Basteltreffens wurde geäußert. Entweder werden wir mit Anfang 30 selbst langsam alt oder es ist einfach schön, Gemeinschaft auf diese Art zu erleben.
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