BRIEF_KASTEN
Christus ist auferstanden – er ist wahrhaft auferstanden! Diese Grundaussage unseres Glaubens einander zuzusprechen, ist die wichtigste Aufgabe von uns Christ/innen zu Ostern. Und wir dürfen niemanden auslassen, denn wir alle haben als Getaufte gemeinsame Würde, wie schon Papst Leo I. vor rund 1600 Jahren geschrieben hat.
Deshalb gibt es im Licht der Auferstehung keine Unterschiede: Nicht zwischen Christ/innen der verschiedenen Kirchen, nicht zwischen Katholik/innen der verschiedenen kirchenpolitischen Lager, auch nicht zwischen den mitteleuropäischen Ortskirchen und dem Vatikan in Rom.
Wir ringen und wir streiten in der Kirche – und alle Seiten tun es (hoffentlich), weil ihnen die Kirche ein Anliegen ist. Die Kirche gibt es aber nicht um der Kirche willen. Die Kirche sollte die Überbringerin der Frohen Botschaft sein, die in der Verheißung der Auferstehung gipfelt. Das ist das Gemeinsame, das über dem Trennenden steht.
Und vielleicht erinnern wir uns bei den kommenden Auseinandersetzungen an diesen Moment, an die Feier des Osterfestes, an dem wir uns gegenseitig die Botschaft der Auferstehung zusagen. Das soll nicht die notwendige Diskussion beenden, aber uns daran erinnern, dass wir im Licht der Auferstehung gleich sind. Denn Christus ist für alle auferstanden.
BRIEF_KASTEN
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