BRIEF_KASTEN
In der Ukraine wird täglich gekämpft, im Sudan auch. Im Libanon häufig, aber die Auseinandersetzungen schaffen es in letzter Zeit nicht allzu häufig in die Nachrichten. In Gaza ist es ähnlich. Bei soviel militärischer Gewalt droht die Gefahr der Gewöhnung. Man überfliegt nur mehr die entsprechenden Zeitungsbeiträge oder scrollt auf Social Media rasch weiter. Einerseits ist es verständlich und schrecklich zugleich: die Gewöhnung an das Morden und Töten und Zerstören – denn nichts anderes bedeutet Krieg. Papst Leo XIV. wird in bewundernswerter Weise nicht müde, den Krieg zum Thema seiner öffentlichen Erklärungen zu machen. Kaum etwas mehr als ein Jahr im Amt füllen seine Wortmeldungen zu Krieg und Frieden bereits ein Buch mit dem Titel: „Unbewaffnet und entwaffnend. Der Frieden ist ein Geschenk“. Man kann dem Papst für seinen langen Atem dankbar sein, und dafür, dass er immer wieder aufrüttelt, „den Frieden zum Anliegen des eigenen Lebens“ zu machen.
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