BRIEF_KASTEN
Zu „Über den Trümmern die Herrlichkeit“
in Ausgabe Nr. 33:
In dieser Kirchenzeitung weist der Bericht von der in EL Salvador wirkenden Befreiungstheologin Martha Zechmeister einmal mehr auf die Ursachen des Schlamassels hin, in dem sich die Welt befindet. Der 1989 gemeinsam mit fünf Mitbrüdern und zwei Frauen ermordete Jesuit Ignacio Ellacuría bezeichnet das Lebensmodell Europas und erst recht das der USA als Suizid der Menschheit. Der Welterschöpfungstag für Österreich war heuer der 14. April. Würde unser Konsumverhalten und Emissionsniveau von der gesamten Weltbevölkerung so praktiziert, bräuchten wir vier Welten. Ob Fußvolk oder Politiker: Kaum jemand scheint darüber betroffen zu sein. Für die Tierwelt ist der Egoismus überlebenswichtig. Die Evolution hat uns Menschen zur Überwindung dieser Eigenschaft hervorgebracht. Frau Zechmeister sagt, die Bergpredigt gibt dazu kein politisches Rezept an. Aber die Richtung: „Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, und alles andere wird euch nachgeworfen werden.“ Herr, zeig uns dein Maß für unser Nehmen und Geben, um Hoffnung zu leben.
Franz Stöttinger, Ebensee
In der Kirchenzeitung Nr. 29 hat sich der Redakteur Paul Schütz im Kommentar dem Thema „Hitzetote“ angenommen und folgerichtig auch einige Maßnahmen aufgelistet. Unter anderem ruft er die Pfarrgemeinde auf, zu prüfen, ob versiegelte Flächen wieder begrünt werden könnten. Auch die Kirchenzeitung Nr. 30 widmet sich ausführlich diesem Thema und hier schreibt Georg Spiekermann: „Für Pfarrgemeinden ist Entsiegelung ein wichtiges Thema.“ All diesen Aufrufen fehlt aber das Wichtigste: eine Vorbildfunktion. Und gerade hier könnte die Diözese als Vorbild für die Pfarrgemeinden dienen und die riesigen zubetonierten Flächen rund um den Linzer Dom drastisch zu entsiegeln. [...]
Erwin Alt, Buchkirchen
Zur Titelseite von Ausgabe Nr. 33:
[...] Auch auf der Titelseite der Kirchenzeitung Nr. 33 sind drei Goldhaubenfrauen zu sehen, die eiligen Schrittes Körbe voller Kräutersträußchen vermutlich zur Kräuterweihe in die Kirche bringen. [...] Ja, dieser schöne Brauch bildet einen wunderschönen, lieblichen Rahmen zum Fest Mariä Himmelfahrt. Aber zur Bedeutung, zum Anlass bzw. zur Entstehung dieses Hochfestes ist in der Kirchenzeitung Nr. 33 sonst nichts zu lesen. In der Ostkirche wurde das Fest schon seit dem 5. bzw. 6. Jahrhundert gefeiert. Nach Tod und Vernichtung von Millionen Menschen während des Ersten und Zweiten Weltkrieges hat Pius XII. 1950 das Dogma von der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel verkündet. Hoffnung und Vertrauen können Menschen im Blick auf Maria schöpfen, besonders in unserer Zeit, in der wir abermals schreckliche Kriege, rücksichtsloses Machtstreben und die Ausbeutung der Erde erleben.
Zu einem Leserbrief in Ausgabe Nr. 29:
Ja, ich vermisse ihn auch, den guten alten Hausverstand. Leider ist er sehr rar und teuer geworden. Denn weder Amazon noch Billa haben ihn im Sortiment, und der 3D-Drucker druckt ihn auch nicht aus. Aber vielleicht könnte das die KI übernehmen. Es ist jedoch zu befürchten, dass der Hausverstand dann komplett verschwindet.
Christine Wakolbinger, Mettmach
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