BRIEF_KASTEN
Vom Personalmangel in vielen Branchen hört und liest man schon seit langem. Es ist Dauerthema in den Nachrichten, ab und an durchbrochen von Meldungen über Firmenkonkurse und Kündigungswellen.
Gleichzeitig scheint die Zahl der „Wir suchen“-Plakate überall zu steigen. Im Alltag wird die Problematik jedoch erst richtig spürbar, wenn etwa in Linz die Busse nicht mehr nach Aushangfahrplan fahren können, weil es nicht genügend Chauffeur:innen gibt. Oder Kindergartengruppen zusperren müssen, weil zu wenige Helfer:innen da sind. Oder das Lieblingsgasthaus immer seltener geöffnet hat, weil Köch:innen und Kellner:innen fehlen.
Beispiele wie diese gibt es viele. Es sind Symptome eines schleichenden Prozesses, dem viel zu wenig und zu spät entgegengewirkt wird. Bisher versuchen nur einzelne Arbeitgeber:innen eine Trendwende, locken mit kostenloser Kinderbetreuung, der Finanzierung des Führerscheins oder anderen Zusatzleistungen.
Das allein wird jedoch nicht reichen. Es braucht vielmehr ein gesamtgesellschaftliches Verständnis dafür, wie Menschen heutzutage arbeiten wollen und daraus resultierende gezielte Maßnahmen, die genannten Berufsgruppen aufzuwerten.
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