BRIEF_KASTEN
„Ich bin ein Rapidler“, sagt einer. „Und ich einer von Austria.“ LASK, Ried und WSG Tirol haben sie natürlich auch. Ihre Fans. „Anhänger“ sagt man etwas altmodisch. „Anhängerinnen“ natürlich auch.
Was macht den Fan zum Fan? Warum dieser und kein anderer Verein? Sogar Bischöfe und andere Promis fühlen sich gelegentlich gehalten, sich diesbezüglich zu outen.
Logisch begründbar allein kann es nicht sein. Mehr Herzens- als Kopfsache also. „Es liegt mir im Blut“, behaupten manche.
Fast ist es wie mit den Kirchen. Warum Katholik? Warum evangelisch? Warum überhaupt Religion? „Logische“ Gründe sind gar nicht so leicht zu formulieren. Hineingeboren? Dann auch – hoffentlich – hineingewachsen. Es ist ein ganzes Bündel an Sachen, die da zusammenspielen. Und es ist mindestens genauso viel Herzens- wie Kopfsache. Und wie bei den sportlichen Fangemeinschaften ist es auch bei den religiösen: Anhängerschaft hört nicht auf, wenn es brenzlig steht oder Abstieg droht. Gute Fans müssen eben manchmal so richtig gut traurig sein können. Wütend, enttäuscht, aber ohne das Handtuch zu werfen. Echte Fans sind treu. Aus einer Verwandtschaft kann man sich ja auch nicht herausargumentieren. Sie gehen mit – durch dick und dünn. Und wenn es nicht um Spiel geht, sondern um das Leben selbst? Kirche – als Jesu Fangemeinschaft? Warum nicht?
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