BRIEF_KASTEN
Der 35-jährige Wiener Vincent Bueno wird ihn singen. Als fromm versteht er seinen Beitrag nicht, weil es sich nicht um ein Gebet handelt, sondern um das Ende einer Liebesbeziehung. Den Inhalt des Liedes, das er nicht selbst geschrieben hat, sieht Vincent Bueno vielschichtig. Der Text handle vom Loslassen, er könne auch seine spirituelle Seite hineinlegen, so Bueno. Der Sänger mit philippinischen Vorfahren ist dafür bekannt, dass ihm sein Glaube große Kraft gibt. Das zweite von drei Kindern hatten seine Frau und er direkt nach der Geburt verloren.
Das Thema Loslassen passe besonders gut in die Zeit der Pandemie, meint ORF-Programmdirektorin Kathrin Zechner. „Es ist ein unglaublich starker, spiritueller Song. Und das passt zu Vincent perfekt.“ Damit könne „Amen“ ein Zeichen der Überwindung auf dem Weg zu etwas Neuem werden. Ob das Lied auch der Jury und dem Publikum vor den Bildschirmen gefällt, wird man beim Halbfinale am 20. Mai 2021 und womöglich auch beim Finale des Song Contest am 22. Mai in Rotterdam sehen.
Das von Tobias Carshey, Ashley Hicklin und Jonas Thander entwickelte Lied ist nicht das erste Stück der Unterhaltungsmusik mit dem Titel „Amen“ – und auch nicht das einzige: In Rotterdam bewirbt sich auch die slowenische Sängerin Ana Soklic mit einem anderen „Amen“ um den Sieg.
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