BRIEF_KASTEN
Nun wird er dort in Bahrain zum zweiten Mal – nach Abu Dhabi 2019 – Papst Franziskus begrüßen.
Für die Katholiken in Bahrain, aber auch in den anderen Teilen der Arabischen Halbinsel, werde mit dem Papstbesuch (3. bis 6. November) ein Traum wahr, sagte der für Bahrain zuständige römisch-katholische Bischof Paul Hinder.
Dieser Besuch werde nicht nur den Glauben der Katholiken in der Region stärken, sondern auch die Rolle des Papstes als Friedensstifter, meint der aus der Schweiz stammende Missionsbischof. Franziskus werde seinen Aufruf zur interreligiösen Harmonie und zur Geschwisterlichkeit unter allen Menschen wiederholen und das sei „in diesem von Konflikten zerrissenen Teil der Welt sehr wichtig“, so Hinder.
Sein Amt als Weihbischof des Apostolischen Vikariats Arabien (Arabische Halbinsel; mit rund 3,1 Millionen Quadratkilometern ist es der flächenmäßig größte katholische Kirchenbezirk der Welt) sieht der Kapuzinerpater so: Er wolle ein Brückenbauer sein – einer, dem es gelingt, die Menschen spüren zu lassen, dass Gott jedem Menschen Gutes will.
Die Zahl der Katholiken auf der Arabischen Halbinsel, deren Staatsreligion der Islam ist, beträgt 3,5 Millionen. Fast alle sind Ausländer, vor allem Gastarbeiter. Sie kommen aus Indien, den Philippinen, dem Irak und dem Libanon. Bischof Hinder hält jenen im Westen, die Angst vor dem Islam haben, gern den Spiegel vor. Seine These: Wer unsicher in der eigenen religiösen Praxis sei, lasse sich durch eine fremde Religion schneller verunsichern.
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