BRIEF_KASTEN
Nach schwierigen Monaten hat die Diözese Gurk – vorausgesetzt es wird offiziell bestätigt – drei Gründe zum Durchatmen: Erstens wird mit Josef Marketz ein gebürtiger Kärntner in seiner Heimat Bischof: Ihm braucht man nichts zu erklären. Zweitens kommt er aus der Caritas: In einer Zeit, in der manche nur auf die eigene „Freundschaft mit Jesus“ setzen und die gleichrangige Nächstenliebe (Mt 22,39) im Schatten steht, braucht es Menschen mit breiterem Horizont. Dritter Grund: Marketz ist slowenischsprachiger Kärntner. Es ist für Gesellschaft und Kirche gut, Menschen aus Minderheiten an wichtigen Stellen zu haben. Zudem würdigt seine Bestellung die Beziehung der Kärntner Slowenen zur Kirche.
Heinz Niederleitner
So erfreulich es ist, dass es weltweit einen Kurs in Richtung Abschaffung der Todesstrafe gibt, so traurig ist es auch, dass manche Länder, die sie bereits abgeschafft haben, sie wieder einführen wollen. Engagements gegen die Todesstrafe sind deshalb immer noch wichtig. Dank gebührt hier u. a. der christlichen Friedensbewegung Sant‘Egidio, die sich seit 1998 unermüdlich für ihre Abschaffung einsetzt. Die Todesstrafe ist unmenschlich und ungerecht, sie verhindert laut Studien keine Verbrechen und es kommt immer wieder zu Fehlurteilen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Sie ist schlicht und einfach unvereinbar mit den Menschenrechten.
Susanne Huber
BRIEF_KASTEN
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