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Zu dieser Gruppe gehörte der japanische Jesuit Sebastian Kimura und sein aus Europa stammender Ordensbruder Carlo Spinola. Besonders tragisch ist die Geschichte von Isabel(la) Jorjes, geborene Fernández.
Sie hatte bei einer früheren Verfolgungswelle bereits ihren Gatten Dominikus Jorjes verloren, der Carlo Spinola als Leibwächter gedient hatte. Nun ging Isabel gemeinsam mit ihrem vierjährigen Sohn Ignatius als Christin in den Tod. Spinola hatte den Buben einst selbst auf den Namen des Gründers der Jesuiten, Ignatius von Loyola, getauft.
Die Welle der Christenverfolgung ging auf Dekrete japanischer Machthaber zurück, die Missionare aus Japan aufwiesen. Während die meisten Missionare nach Manila oder Macao gingen, kehrten einige im Geheimen zurück. Trotz der Verfolgung bestanden Untergrundgemeinden bis zum Ende des Verbots des Christentums in Japan im Jahr 1873 weiter.
Über die Zeit der Christenverfolgung drehte der Oscar-Preisträger Martin Scorsese den Film „Silence“.
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