BRIEF_KASTEN
Der Beginn eines neuen Jahres ist ein guter Zeitpunkt zum Starten neuer Projekte. Eines, das mir schon länger im Kopf herumschwirrt, ist die Entrümpelung des Kellers. Dort befinden sich Dokumente und Erinnerungsstücke aus Kindertagen, verschiedenes Werkzeug, Weihnachts- und Osterdekoration und verstaubte Fitnessgeräte.
Um diesen „Schatz“ zu heben, braucht es mehr als einen Tag. Das liegt aber nicht unbedingt daran, dass der Keller so groß wäre oder sich so viel darin stapelt.
Das Problem ist eher, dass ich beim Aufräumen immer wieder auf Dinge stoße, die mich Innehalten lassen. Seien es Notenbücher aus meiner Zeit als Klarinettistin bei der Musikkapelle, die ich dann durchblättere, oder mein Lieblingsstofftier als Kind. Seien es alte Zeichnungen, verloren geglaubte Kleidungsstücke oder nicht einsortierte Fotos, die ich dann minutenlang betrachte.
Richtig schmunzeln musste ich, als ich ein kleines, blaues Büchlein fand. Es handelt sich um ein „Bilder-Betbüchlein für die Kleinen“, das ich als Kind zunächst vorgelesen bekam und später selber las. Und zwar so oft, dass ich viele der in Gedichtform geschriebenen Gebete auswendig konnte. An die dazugehörigen Bildchen im ländlich-idyllischen Stil erinnerte ich mich allerdings erst wieder beim erneuten Durchblättern.
Das Büchlein hat mich früher so gut wie immer beim Schlafengehen begleitet, nun liegt es wieder auf meinem Nachttisch.
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