BRIEF_KASTEN
Die Preise steigen in einem Ausmaß, dass es für die Ärmeren immer mehr zum Problem wird. Selbst einigermaßen Begüterte spüren es.
Lebensmittel- und Energiekosten klettern in die Höhe. Und – auch das erleben wir jetzt – viele machen ein Geschäft mit der Not.
Eine der Begleiterscheinungen von Kriegen und Krisen ist wieder zu erleben: die Spekulation. Da wird zurückgehalten und vorenthalten, um die Preise in die Höhe zu treiben. Die Notlage der einen wird zum Geschäft für andere.
Leider. Viele sollten sich schämen. Sie tun es nur nicht, weil sie schamlos sind. Es ist nicht nur die Blockade ukrainischer Häfen, die viele, zum Beispiel in Ländern des Südens, in die Verzweiflung treibt. Es ist auch die Blockade in den Köpfen und Herzen der Schmarotzer/innen der Not.
Preis und Wert: Da besteht ein Zusammenhang. Der Wert der Dinge und Mittel, die wir zum Leben brauchen, wird nun erst recht bewusst. Wie kostbar ist, was man für selbstverständlich hielt, jedes Kilo und auch der Rest noch ist wertvoll.
Und: Sollte es nicht zu denken geben, dass Christus sein Dasein für die Menschen heute ausgerechnet in Brotgestalt zu erkennen? Was Menschen brauchen, damit darf nicht spekuliert werden. Um höchste Werte geht es da.
Wer Menschen das Brot verwehrt, begeht Unrecht. Die alten Propheten schon sagten es: Solches Unrecht schreit zum Himmel.
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