BRIEF_KASTEN
Will der Vatikan von der Bruderschaft nicht weiter vorgeführt werden, ist daher ein klarer Schnitt notwendig. Denn die Gruppe, die das Zweite Vatikanische Konzil und die Liturgiereform ablehnt, hat jedes akzeptable Maß an Toleranz schon lange überstrapaziert.
Bislang hatte Rom mit den Piusbrüdern viel Geduld: Mit dem Ziel der Wiedereingliederung hat der Vatikan eine eigene Kommission geschaffen, Benedikt XVI. nahm die Exkommunikation von 1988 zurück und ist ihnen liturgisch entgegengekommen, Franziskus erteilte ihnen die Beichtvollmacht.
In 38 Jahren baute Rom der Gruppe wiederholt goldene Brücken, die sie nicht beschritten hat. Warum sollte sie auch? Da die Bischofsweihen laut Vatikan unerlaubt, aber gültig sind, können sich die Piusbrüder als Teil der Kirche sehen, ohne sich eingliedern zu müssen.
So wundert es nicht, dass sie aktuell von Rom nur wollen, so weitertun zu können wie bisher. Das ist eine Provokation, die eine Konsequenz erfordert.
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