BRIEF_KASTEN
Nach der Signa Holding haben auch die Konzerntöchter Signa Prime und Signa Development Insolvenz beantragt.
Interessant ist die Begründung im Insolvenzantrag der Prime: Zinserhöhungen, Inflation, Kostendruck und ein Stillstand bei Immobilientransaktionen hätten eine „giftige“ Mischung ergeben. Dazu habe es dem Unternehmen geschadet, dass die EZB heuer Banken nach Krediten für Signa abgefragt habe.
Allerdings klingt das stark nach Ausreden. Ja, Unternehmen können ohne eigene Fehler in eine Notlage geraten, man denke an Zulieferanten, denen ein großer Abnehmer wegbricht.
Aber dass die Zinsen nach vielen Jahren Niedrigstzinspolitik wieder steigen würden, war absehbar. Auswirkungen auf den Immobilienmarkt sind logisch.
Mit Inflation und Kostensteigerung müssen alle Unternehmen zurechtkommen. Und dass sich die EZB sicherheitshalber zu Signa-Krediten erkundigt, kann man ihr angesichts der Informationspolitik (Ironie!) von Signa nicht vorwerfen. Es ist eher zu fragen, ob frühere Prüfungen Arbeitsplätze gerettet hätten.
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