BRIEF_KASTEN
Es ist gar nicht mehr notwendig, an die italienische Adria oder die Ägäis zu fahren, um am Sandstrand zu baden. Auch die Donau kennt Sandbänke und an manchen heimischen Badeseen wurden „Sandstrände“ angelegt. Natürlich ist es angenehmer, auf Sand ins Wasser zu steigen als auf Schotter. Nasser Sand fühlt sich kühl an. Aber er hat auch Nachteile.
Denn Sand kann sehr anhänglich sein. Die Duschtasse am Abend im Hotel zeigt verlässlich, was man trotz der Brause am Strand so alles an „Mineralien“ ins Zimmer mitgeschleppt hat.
Zu Hause dann leert man den Koffer mit der Schmutzwäsche vor der Waschmaschine aus, nur um festzustellen, dass gar nicht so wenig Sand mit herausrieselt. Es gibt auch einen guten Grund, warum in südeuropäischen Badeorten am Meer so häufig Fliesen in Hotels verlegt werden: Auf einem Holzboden wirkt Sand wie Schleifpapier.
Erst recht wird man den Sand nicht los, wenn man Sport am Strand betreibt. Nur ein kleines Missgeschick beim Beachvolleyball und schon verteilt sich der Sand in den Haaren – oder gar im Mund. Beim Gefühl, das Sand zwischen den Zähnen erzeugt, stellen sich die Nackenhaare auf.
Im Urlaub am Meer kann man das alles irgendwie akzeptieren. Aber zu Hause sei dann doch das Loblied des Baggersees gesungen. Denn das Baden in ihm schont Haare, Zähne und die heimischen Holzdielen.
BRIEF_KASTEN
Jetzt die KIRCHENZEITUNG 4 Wochen lang kostenlos kennen lernen. Abo endet automatisch. >>