BRIEF_KASTEN
Pünktlich zur ersten Septemberwoche sind sie wieder in den Regalen der Lebensmittelketten erschienen: Lebkuchen, Spekulatius, Kokusbusserl und diverse Backzutaten, die bevorzugt für Weihnachtskekse verwendet werden.
Supermarkt 1 muss das machen, weil Supermarkt 2 und Supermarkt 3 das auch tun – und das Weihnachtsgeschäft verpassen, geht gar nicht. Die Lebensmittelindustrie würde zusammenbrechen. Die Zusatzgewinne, die manche Konzerne im Windschatten der hohen Inflation machen, reichen nicht aus. Die umsatzstarke Weihnachtszeit muss im Handel mindestens vier Monate, von September bis Dezember, dauern!
Ob irgendjemand die weihnachtlichen Süßigkeiten im Spätsommer wirklich kauft und isst, weiß ich nicht. Ich kenne jedenfalls niemanden, die oder der das tun würde.
Erinnerungen mancher User:innen im Internet am 24. August, dass in vier Monaten Heiligabend ist, haben etwas Sympathisches. Man schreckt ein bisschen auf. Sie erinnern daran, wie schnell doch die Zeit vergeht. Und da steckt auch der Hinweis drin, die geschenkte Zeit des eigenen Lebens sinnvoll zu nutzen.
Bei den Weihnachtskeksen, die aus dem Rhythmus des Jahres fallen, frage ich mich nur, ob diese in vier Monaten wirklich noch schmecken.
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