Im Jahr 1983 ortete die Kirchenzeitung eine widersprüchliche Situation in der Energiewirtschaft. Denn obwohl der Stromverbrauch der Bevölkerung im Jahr zuvor leicht gesunken war, wälzte die Energiewirtschaft neue Kraftwerkspläne.
„Alleine in Oberösterreich sind mehrere Vorhaben bekannt. So weiß man zum Beispiel von der Absicht der Ennskraftwerke AG, im Reichraminger Hintergebirge ein Speicherkraftwerk zu errichten“, war in der Kirchenzeitung zu lesen. Eine Aktionsgemeinschaft wollte statt eines Wasserkraftwerks im Hintergebirge den Schutz der Natur durchsetzen. Die Umweltschützer:innen brachten die Idee eines Nationalparks Hintergebirge ein. „Die Verwirklichung eines solchen Plans würde die Natur schonen und auf Dauer die Region wirtschaftlich viel stärker beleben als dies durch ein Wasserkraftwerk geschehen könnte“, analysierte die Kirchenzeitung. 14 Jahre später war es dann tatsächlich so weit: Im Jänner 1997 wurde auf dem Kirchenplatz in Großraming der Staatsvertrag zwischen der Republik Österreich und dem Land Oberösterreich zur Errichtung des Nationalparks Kalkalpen unterzeichnet.
Ebenso ein Thema in der Kirchenzeitung vor 40 Jahren: die soziale Lage auf dem Land. Zwei Drittel aller österreichischen Bäuerinnen und Bauern fanden mit ihrem Einkommen aus der Landwirtschaft kaum ein Auskommen. „Dadurch sind fast 200.000 Bauern in unserem Land gezwungen, einem außerlandwirtschaftlichen Beruf nachzugehen.“
Deren landwirtschaftliches Einkommen werde von den Träger:innen der Personalentscheidungen in den Betrieben oft überschätzt. Landwirt:innen würden deshalb oft als Erste gekündigt, weil man die sozialen Folgen bei ihnen fälschlicherweise als relativ gering einschätze.
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