Am 24. Februar jährt sich der Einmarsch russischer Truppen in der Ukraine zum ersten Mal. Mehr als acht Millionen Menschen sind aus den Kriegsgebieten geflohen – auch nach Oberösterreich, wo die Plattform „zusammenhelfen in OÖ“ mehr als 100 Initiativen vernetzt und berät.
Menschen in und aus der Ukraine werden vor allem von Einzelpersonen geholfen, die nicht an einen Verein oder eine Initiative gebunden sind. „Diese Menschen sind nicht nur Quartiergeber:innen, sondern Ansprechpersonen für alles. Das kann ohne Netzwerk sehr belastend sein“, sagt Petra Pongratz, Geschäftsführerin des Vereins „dieziwi“, des Trägers der Plattform.
Die häufigsten Anliegen der freiwilligen Helfer:innen drehen sich entsprechend um rechtliche Fragen und die Psychohygiene. „Zusammenhelfen in OÖ“ habe deshalb Ukraine-Update-Webinare gestartet und hat seit vergangenem Jahr zudem knapp 1.000 Anfragen per Telefon oder E-Mail beantwortet.
Als wichtige Plattform hätten sich die Austauschtreffen in den Bezirken erwiesen, die die Möglichkeit zur Vernetzung bieten, aber auch wichtig für die Psyche seien. „Es geht für viele jetzt darum, durchzuhalten, die eigenen Grenzen zu kennen und diese auch wahren zu können“, erzählt Projektleiterin Andrea Mayrwöger.
Ein Thema ist zum Beispiel der Umgang mit den oft sehr schweren Schicksalen der Geflüchteten. Viele fühlten sich nach dem Treffen weniger alleine, da es vielen gleich ergeht. „Das Engagement für die Geflüchteten kann unglaublich bereichernd sein, aber es geht darum, mit den Ressourcen der Freiwilligen schonend umzugehen“, sagt Mayrwöger.
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