Zu einer Solidaritätsbekundung kamen am Sonntag, 12. Februar rund 300 Teilnehmer:innen.
Nachdem ihr Asylverfahren in letzter Instanz abgewiesen wurde, ruht die letzte Hoffnung der armenischen Familie Galstyan auf dem humanitären Bleiberecht. In Walding leben die Eltern mit ihrer 20-jährigen Tochter und dem 16-jährigen Sohn seit acht Jahren und gelten als bestens integriert.
Brigitte Raffeiner, eine der Unterstützerinnen der Familie, sagt dazu: „Die Mutter ist die gute Seele unserer Gemeinde, putzt im Ehrenamt die öffentlichen WC, eine Tätigkeit, für die sich sonst kaum jemand findet.“
Auch der 45-jährige Vater arbeitet ehrenamtlich in der Gemeinde mit. Er ist schwerkranker Dialysepatient, der in Armenien keine Chance auf ein adäquate Behandlung hätte.
Der Sohn besucht die Fachschule für Mechatronik in Haslach und ist bei der Feuerwehr aktiv. Die Tochter ist Schülerin des BORG Linz und als einzige geduldet in Österreich, bis sie ihre Ausbildung abgeschlossen hat.
Die Familie hat eine Wohnung und beide Elternteile haben Einstellungsgarantien. Damit wäre die Selbsterhaltungsfähigkeit als Voraussetzung für das Bleiberecht gegeben, was ihnen aber dennoch abgesprochen wurde. Auf Anraten des Rechtsanwalts hat die Familie gegen die negative Entscheidung Beschwerde eingelegt.
Rund 300 Waldinger Bürger:innen haben nun am Sonntag, 12. Februar gegen die drohende Abschiebung der Familie nach Armenien protestiert, darunter auch Pfarrer Franz Schauer und Bürgermeister Johann Plakolm, Vater der Staatssekretärin Claudia Plakolm.
„Es ist jetzt an der Zeit, dass die Familie ohne Angst vor Abschiebung selbstständig in unserer Gemeinde leben kann“, betont Johann Plakolm. Und Pfarrer Franz Schauer ergänzt: „Ich erwarte mir einen menschlichen Umgang seitens der Behörden und humanitäres Bleiberecht. Ich habe kaum so integrationswillige Menschen erlebt wie diese Familie.“
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