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Agrarwirtschaft zwischen Borkenkäfern und EU

Gesellschaft & Soziales

Wegen des Borkenkäferbefalls wird auch in diesem Jahr mehr Schnittholz anfallen. Das ist aber nur eine der Herausforderungen im Agrarsektor für das Jahr 2020.
 

Ausgabe: 3/2020
14.01.2020
- Christine Grüll
Vor 25 Jahren kam Österreich zur Europäischen Union. Wichtige Entscheidungen für den Agrarsektor fallen in Brüssel und wirken sich bis in die Regionen, wie hier in Allerheiligen, aus.
Vor 25 Jahren kam Österreich zur Europäischen Union. Wichtige Entscheidungen für den Agrarsektor fallen in Brüssel und wirken sich bis in die Regionen, wie hier in Allerheiligen, aus.
© ©Ralph - stock.adobe.com

Große Mengen an Schnittholz sind eine der Folgen des Borkenkäferbefalls. Um die Nachfrage nach Holz zu fördern, will das Land OÖ verstärkt auf Holz als Baustoff aufmerksam machen. Im Februar startet dazu eine Wanderausstellung im Architekturforum Linz. Den heimischen Wäldern komme als Kohlenstoffsenker und als Rohstofflieferant eine entscheidende Rolle im Klimaschutz zu, sagt Agrarlandesrat Max Hiegelsberger bei einer Pressekonferenz am 8. Jänner in Linz. Auch der Boden spielt dabei eine Rolle, der gewaltige Mengen an Kohlenstoff speichert. Mit dem Projekt „Digitalisierung in der Landwirtschaft“ sollen Bodendaten erhoben werden, um die Bewirtschaftung effizienter gestalten zu können. Landwirtschaftskammer-Präsidentin Michaela Langer-Weninger fordert zudem, dass landwirtschaftliche Produktionsflächen über das Instrument der Raumordnung erhalten bleiben. 

 

Nationale und internationale Ebene

Positiv aufgenommen wurde das Regierungsprogramm, in dem unter anderem die verpflichtende Herkunftskennzeichnung von Fleisch, Milch und Eiern auch in verarbeiteten Produkten und die Entlastung der bäuerlichen Betriebe im Steuer- und Sozialversicherungsbereich zentrale Punkte sind. Auf EU-Ebene wird über die Agrarfinanzierung diskutiert, der österreichischen Landwirtschaft drohen zur Zeit millionenschwere Verluste. Doch steigende Standards für die Landwirtschaft seien mit weniger Geld nicht machbar, so Michaela Langer-Weninger. Verluste müssten von der Regierung durch nationale Mittel aufgefangen werden. 
In Oberösterreich läuft noch bis Juni der Strategieprozess „Zukunft Landwirtschaft 2030“ mit Diskussionsveranstaltungen in den Regionen. Eines ist bereits sicher: Die Zukunft des Sektors hängt vor allem auch von den Verbraucher/innen ab, die bereit sind, für heimische Qualitätsprodukte entsprechende Preise zu zahlen.   

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