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Tanzen weckt Lebensfreude

Bewusst Leben

Die Freude am Tanzen ist keine Frage des Alters. Ganz im Gegenteil. Sich gemeinsam zur Musik zu bewegen macht besonders älteren Menschen viel Spaß, wie Tanzleiterin Isabella Roth bestätigt. 
 

Ausgabe: 35/2019
27.08.2019
- Brigitta Hasch
Tanzen macht Spaß. In die Tanzstunden „ab der Lebensmitte“ kann man mit Partner/in oder alleine kommen, was besonders viele Frauen anspricht. Das Altersspektrum beginnt bei 50 und ist nach oben fast offen.
Tanzen macht Spaß. In die Tanzstunden „ab der Lebensmitte“ kann man mit Partner/in oder alleine kommen, was besonders viele Frauen anspricht. Das Altersspektrum beginnt bei 50 und ist nach oben fast offen.
© Karl Hömstreit/stö

Von Walzer bis Salsa, von Volksmusik bis zu internationalen Rhythmen, von klassischer Tanzmusik bis zu bekannten Schlagermelodien – es gibt kaum eine Musikrichtung, die  in den Tanzstunden bei Isabella Roth fehlt. Sie leitet im Raum Linz einige Tanzgruppen für Menschen „ab der Lebensmitte“. 

 

Mehr als Bewegung

Tanzen fordert viele Muskel und Gelenke. Allein die Beweglichkeit und der Gleichgewichtssinn werden durch ein regelmäßiges Tanztraining sehr positiv beeinflusst. Tanzen ist aber auch eine komplexe Leistung des Gehirns. „Wir sagen die Schritte zunächst ohne Musik an. Das Gehörte muss mit Händen und Füßen umgesetzt werden und später selbstständig zur Musik getanzt werden. Das fördert speziell das Kurzzeitgedächtnis“, weiß die Medizinerin Isabella Roth. 
Und schließlich sind es die sozialen Kontakte, die gerade für ältere Personen so wichtig sind und die man beim Tanzen ganz einfach finden kann. 
Alles zusammen ergibt ein Paket, das Tanzen zu einem Paradebeispiel für die Vorbeugung gegen Demenz macht. „Tanzen eignet sich hervorragend. Man ist von Menschen umgeben, bewegt sich, muss sich die Tanzschritte merken und ist im besten Fall dabei entspannt und schläft danach gut“, bestätigt der Demenz-Experte Elmar Kainz vom Neuromed Campus Linz.

 

Schnelle Erfolgserlebnisse

„Unsere Methodik ist darauf ausgerichtet, dass man die Schrittfolgen und Tänze rasch und einfach erlernen kann“, erklärt Isabella Roth. Mit etwas Taktgefühl geht es leichter, „aber im Prinzip werden alle in der Gruppe mitgenommen. Man hilft und unterstützt sich gegenseitig. Das fördert auch die gegenseitige Toleranz und Wertschätzung.“

 

Vielfalt an Tänzen

„Die klassische Tanzhaltung findet man bei uns nicht, wir nehmen uns bei den Paartänzen, die wir Mixer nennen, einfach an der Hand“, erzählt die Tanzleiterin. Dazu kommen Mehrpaartänze, Kreistänze und Kontratänze. Letztere erkennt man daran, dass „Gassen“ gebildet werden, „von Balleröffnungen ist das vielleicht vielen bekannt“. Sehr beliebt sind auch Squaredance, Linedance und verschiedene Volkstänze. „Um Schwindel zu vermeiden, bauen wir wenige Drehungen ein. Aber insgesamt verändert man natürlich seine Position oder wechselt auch während es Tanzens mehrmals den Partner. Das kann den Orientierungssinn ordentlich fordern.“

 

Danke an viele Pfarren

Etwa die Hälfte unserer Kurse in ganz Österreich finden in Räumlichkeiten von Pfarren statt. „Dafür möchten wir einmal ein ganz großes Dankeschön aussprechen“, das ist Isabella Roth ein besonderes Anliegen. „Eine zuständige Pfarr­assistentin hat mir dazu einmal gesagt, dass unsere Tanzstunden für sie ein Beitrag zur Seniorenpastoral sind.“

 

Seniorentanz plus

Man könnte es auch Bewegung im Sitzen nennen. Kommunikation und Gedächtnisleistungen werden hier genauso abgerufen und gestärkt, auch wenn man für die Übungen nicht aufstehen muss. Diese Gruppenstunden finden vor allem in Alten- und Pflegeheimen statt. 

 

Bundesverband Seniorentanz Österreich (STÖ): Österreichweit verschreibt man sich dem „Tanzen ab der Lebensmitte“, veranstaltet vielerorts Kurse und bietet eine qualitativ hochwertige Ausbildung für Leiter/innen (Trainer/innen) an.
Infos zu den Kursen, den Kursorten und zur Ausbildung auf www.tanzenabderlebensmitte.at, E-Mail info@tanzenabderlebensmitte.at, oder unter Tel. 0699 10 06 81 10

 

 

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Nähere Info: https://www.kirchenzeitung.at/site/vorteilskarte/vorteile/selba

Dr. Isabella Roth, Ärztin für Allgemeinmedizin und Homöopathie i. P., Tanzleiterin STÖ für „Tanzen ab der Lebensmitte“ .
Dr. Isabella Roth, Ärztin für Allgemeinmedizin und Homöopathie i. P., Tanzleiterin STÖ für „Tanzen ab der Lebensmitte“ .
© privat
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