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Was glauben sie eigentlich: Wie kommt das Klimathema in die Kirche?

GLAUBENS_GUT

Die Initialzündung ging vom damaligen Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel aus, Dimitrios I.

Ausgabe: 36/2025
02.09.2025
- Pater Martin M. Lintner
Pater Martin M. Lintner
Pater Martin M. Lintner
© Privat

Er lud bei der ersten Europäischen Ökumenischen Versammlung 1989 in Basel dazu ein, am 1. September eines jeden Jahres für das Geschenk der Schöpfung zu danken. Seither gehört die Bewahrung der Schöpfung neben Gerechtigkeit und Frieden zu den wichtigen Anliegen des sozialen und politischen Einsatzes der christlichen Kirchen in Europa.

 

Gebet für die Schöpfung


Die dritte, bislang letzte Versammlung 2007 in Sibiu (Rumänien) hat die Empfehlung ausgesprochen, dass der Zeitraum zwischen 1. September und 4. Oktober dem Gebet für den Schutz der Schöpfung und der Förderung eines nachhaltigen Lebensstils gewidmet wird.
Papst Franziskus hat im Jahr 2015, in dem er auch die Sozial- und Umweltenzyklika „Laudato si’“ veröffentlichte, festgelegt, dass der ökumenisch begangene „Schöpfungstag“ am 1. September auch in der katholischen Kirche offiziell als „Weltgebetstag für die Schöpfung“ begangen wird. Der Gebetstag soll begleitet werden von Aktionen und Sensibilisierungsmaßnahmen während der Zeit bis zum 4. Oktober. In „Laudato si’“ hat Papst Franziskus das Klimathema in den Mittelpunkt gestellt und dies mit dem weniger bekannten Schreiben „Laudate Deum“ (2023) eindringlich bekräftigt. Der von Menschen mitverursachte Klimawandel – dies zu leugnen würde heißen, die Augen vor wissenschaftlichen Fakten zu verschließen – wirkt sich negativ auf die Lebensbedingungen von Milliarden Menschen aus. 

 

Gottes Werk schützen


Der Einsatz gegen den Klimawandel hängt auch mit sozialer Gerechtigkeit zusammen, der sich die Kirche verpflichtet weiß. Es geht um Solidarität mit jenen, die vom Klimawandel am meisten betroffen sind, auch wenn sie am wenigsten dazu beitragen. Das heißt nicht, dass das Christentum zu einer „Ökoreligion“ verkomme, wie manche kritisieren, sondern dass sie ihre soziale Verantwortung wahrnimmt. Und dass sie sich wieder darauf besinnt: Wer Gott liebt, liebt und schützt auch sein Werk, die Schöpfung.

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Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.

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