Die großen Tafeln mit den Ankunfts- und Abflugzeiten auf Flughäfen führen es vor Augen: Die Welt ist zusammengerückt. Ein paar Stunden nur trennen von Städten, von denen Menschen früherer Generationen höchstens einmal gehört haben. Zusammengerückt ist die Welt – aber sind sich die Menschen deshalb auch näher-gekommen? Das ist das Problem vieler heute: Was von all dem, was in dieser globalisierten Welt an meine Augen und Ohr dringt, lasse ich wirklich an mich heran? Die große Welt mit all ihren Problemen – sie überfordert maßlos. Aber vielleicht gibt es doch ein Stück mehr Verantwortung dafür, was ich selbst gesehen und erlebt habe. Der Hilfsbedürftige auf meinem Lebensweg. Aber auch: Die Lebensfreude von Menschen, die viel bescheidener leben müssen, als es unserem Standard entspricht. Wie sehr lasse ich mich davon berühren? Es ist Reisezeit. Da nimmt man Andenken mit. Es geht dabei nicht nur um Dinge, die man in Vitrinen stellt. Es geht um ein Stück Aufmerksamkeit, Interesse und auch Mit-verantwortung für die Menschen, die mir auf diesem Stück Lebensweg begegnet sind, auf mich zu nehmen. Das wäre schon viel.