Aus der Kindheit erinnere ich mich, dass ich von der Magd Hilda „Fritzi“, von den Eltern „Fritzl“ und von meinen Brüdern „Fritz“ genannt wurde. Bei den Jungscharschulungen in den 70er-Jahren begann ich mich als „Friedrich“ vorzustellen. Ich teile diesen Namen mit berühmten Kaisern wie Friedrich II. und III. und dem weniger ruhmreichen „Friedrich mit der leeren Tasche“. Vom hl. Friedrich, Bischof von Utrecht, wissen wir, dass ihn sein Bischof beauftragte, Heiden, welche nach der Taufe verlangten, zu unterrichten. Und er erfüllte diesen Auftrag mit größtem Segen. Auf den Hintergrund von Spannungen mit Judith, der Gemahlin Kaiser Ludwigs, wurde er am 17. Juli 838 nach der Messe mit Dolchen erstochen. Die Namensbedeutung „der Friedensreiche“ ist bei mir zwar nicht immer ablesbar, doch kann ich dankbar feststellen, dass im persönlichen Zuhören und im Dienst als Priester auch durch mich Friede spürbar werden konnte. Das erhoffe ich mit Gottes Hilfe weiterhin.