Nur der Mensch kann es – sonst niemand: Feuer machen. Selbstverständlich ist es geworden, dass man das Feuer zur Verfügung hat; ganz einfach ist es, es herzustellen. Aber zigtausend Jahre hatten Menschen nur Angst vor dem Feuer. Sie waren ihm ausgeliefert. Machen konnten sie es nicht. Feuer aus dem Stein schlagen zu können, das ist eine der revolutionärsten Erfindungen. Menschen, das sind die mit dem Feuer. Es gibt Dinge, die sind nicht von selber auf der Welt. Mit der menschlichen Liebe ist es auch so – dass einer nicht nur sich selbst im Sinn hat, sondern dem Anderen gut ist. Woher kommt das? Diese Fähigkeit zur Nächstenliebe, überhaupt zur Liebe? Befehlen lässt sie sich nicht. Man kann sie nicht fordern. Erhoffen, das schon – und staunen, wenn sie da ist. Es ist wie mit dem Feuer: Dass der Funke, den Gott in das Herz gelegt hat, wirklich entflammt. Und wie es die Menschen mit dem gewöhnlichen Feuer gemacht haben, so können sie es auch mit der Liebe tun: Sie kultivieren sie weiter, wollen sie nicht mehr verlieren. Fast überall kann man es jetzt entzünden. Das Feuer ist wiederholbar geworden – und bleibt dennoch Wunder. Die Menschen – das sind die mit dem Feuer. Man nenne es Liebe.