In diesen Tagen sind 550 Teilnehmer/innen aus Österreich zum Weltjugendtag nach Rio aufgebrochen. Seit Montag unterwegs ist auch Barbara Andrä, die WJT-Nationalkoordinatorin der Katholischen Jugend.
Ausgabe: 2013/29, Weltjugendtag, Andrä
17.07.2013
- Hans Baumgartner
Nein, Angst vor dem erwarteten Millionengedränge beim Weltjugendtag in Rio habe sie keine, sagt Barbara Andrä. Sie hat als „interessierte Jugendliche“ bereits an den Weltjugendtagen in Toronto, Sidney und Köln teilgenommen. „Aber bei allem Gedränge gab es da immer einen guten, respektvollen und lockeren Umgang miteinander.“ In den vergangenen Monaten hat sie für die Katholische Jugend – gemeinsam mit Eva Mathias von den Erneuerungsbewegungen – den Weltjugendtag in Österreich vorbereitet. Jetzt freut sie sich, dass es losgeht.
Ein Anstoß, sich zu engagieren
Mit Weltjugendtagen verbindet Barbara Andrä eine „total positive Grundstimmung“, die Möglichkeit, „ganz unkompliziert viele junge Leute kennenzulernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen“ und das Gefühl „es gibt viele ganz ,normale‘ Jugendliche, die trotzdem katholisch sind und eine Freude haben, ihren Glauben zu feiern“. Für sie persönlich war die Teilnahme am Weltjugendtag in Toronto der Anstoß, sich ehrenamtlich in ihrer Pfarre zu engagieren: „Zuerst sagte ich vor elf Jahren zu, eine Firmgruppe zu leiten. Dann begann ich eine Jugendgruppe aufzubauen. Inzwischen sind wir eine Handvoll Leute, die einen wöchentlichen Jugendtreff organisieren. Und sogar eine Jugendband gibt es jetzt in der Pfarre. Seit 2007 war die gelernte Kultur- und Sozialanthropologin zunächst bei der KJ Wien und seit September bei der KJ Österreich beschäftigt. Mit jungen Leuten zu arbeiten „taugt mir, weil viele von ihnen der Kirche recht unvoreingenommen, ohne Kastldenken, begegnen“.