Während der Sommer- und Ferienzeit schreiben in dieser Rubrik Mitarbeiter/innen der KirchenZeitung von faszinierenden Menschen, denen sie begegnet sind.
Ausgabe: 2013/29, Denk Mal
18.07.2013
- Christine Grüll
Witz und Humor verbindet die Menschen, egal welche Sprache sie sprechen. Das ist mir inmitten einer Gruppe von Kindern im südindischen Kerala bewußt geworden. Seitdem denke ich immer wieder und gerne an sie. Vor 17 Jahren reisten meine Freundin und ich ein paar Wochen im Süden Indiens. Auf einer Wanderung kamen wir an einer Schule vorbei, vor der Buben und Mädchen miteinander Federball spielten. Sie luden uns auf ein Match ein und lachten Tränen, als wir Erwachsene schließlich theatralisch im Schatten eines Baumes „zusammenbrachen“. Wir scherzten auf Englisch miteinander und überbrückten Lücken im Wortschatz mit Mimik und Körpersprache. Sowohl die indischen Kinder als auch wir zwei Europäerinnen genossen es, dass unser Humor wechselseitig verstanden wurde. Schon vor dieser Begegnung und noch viele Male danach habe ich ähnliche Szenen erlebt. Doch damals, mit dem Federballschläger in der Hand, habe ich es richtig verstanden: Dass ich mich überall dort zuhause fühle, wo Menschen meine Art von Humor verstehen.
Machen Sie mit. Für welchen Roman, der in Kerala spielt, erhielt die Autorin Arundhati Roy 1997 den Booker-Preis? Wir verlosen zwei Bücher. Adresse: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, E-Mail: office@kirchenzeitung.at
Beim Denk Mal Nr. 27 hat Sr. Benedicta Pecksteiner aus Linz gewonnen (Sie schrieb uns u.a. ein Zitat von Albert Einstein: „Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“).