Schwester Susanne Krendelsberger ist neue Leiterin der Gemeinschaft Caritas Socialis. Wichtig ist ihr, da zu sein für Menschen in sozialer Not, vor allem für Frauen. Damit wirkt sie ganz im Sinne Hildegard Burjans, der Gründerin der Caritas Socialis, die 2012 seliggesprochen wurde.
Es war in der Jesuitenpfarre Lainz-Speising. Dort ist Susanne Krendelsberger aufgewachsen. Und dort hatte sie zunächst als Kind und später als Jugendliche ganz besondere Begegnungen. Es waren zwei Schwestern der Caritas Socialis, von denen sie so stark beeindruckt war, dass sie sich nach ihrer Ausbildung zur Religionslehrerin und Pastoralassistentin entschieden hat, in die Gemeinschaft der Caritas Socialis in Wien einzutreten. „Die Schwestern faszinierten mich. Dazu kam, dass ich gemerkt habe, wenn ich mich frei halte für Gott und für ihn da bin, dann kehrt Ruhe in mein Leben ein. Ich spürte mehr und mehr, Gott ruft mich zu etwas. Also habe ich mich auf den Weg gemacht – auf meinen Weg als Ordensfrau.“
Für die Menschen da sein
Für die gebürtige Wienerin ist es wichtig als Caritas-Socialis-Schwester bei den Menschen zu sein, für sie da zu sein in Notsituationen und für sie Veränderungen möglich zu machen. Das betrifft ihre Arbeit in den Einrichtungen der Caritas Socialis in Wien – im Mutter-Kind-Heim oder in den Beratungsstellen für Menschen in Not. Das betrifft auch ihren Einsatz im Zusammenhang mit dem Projekt gegen Menschenhandel beim Verein Solwodi Österreich, einer Initiative von sechs Ordensgemeinschaften, bei der sie stellvertretende Vorsitzende ist. „Die Begegnungen mit den Menschen sind wie ein Geschenk. Entscheidend ist, sie so anzunehmen, wie sie sind und ihnen dadurch auch Würde zu geben.“ Neben dem Einsatz für Frauen sind für die Generalleiterin natürlich auch die Einrichtungen der Caritas Socialis im Bereich der Pflege und Betreuung älterer, chronisch kranker, pflegebedürftiger und dementer Menschen ganz wesentlich.