Der tägliche Kampf im Urlaubs-Alltag beginnt schon am Morgen. Lange Tische sind mit Köstlichkeiten voll gedeckt, eine bunte Auswahl, die sich wohl keine(r) am eigenen Frühstückstisch zubereitet. Verlockende Angebote lassen die gute Kinderstube und den begrenzten Platz im Magen rasch in Vergessenheit geraten, die Gier übernimmt ab sofort das Zepter über das Tun. Man nimmt sich, weil es da ist. Man greift zu, weil man alles schon bezahlt hat oder eingeladen wurde. Und viele häufen auf ihre Teller, was sie selbst nicht essen, aber was andere einen Tag lang ernähren könnte. Egal bei welcher Gelegenheit, egal welches Publikum und welche Jahreszeit – Buffets entwickeln sich für mich immer mehr zu einem unappetitlichen Thema. Es liegt nicht an der Darbietung. Es ist das unmäßige Verhalten der Menschen. Und vor allem der Gedanke daran, dass der „Rest“ ohne viel Aufhebens weggeworfen wird. Nicht nur in den Urlauber/innen-Hochburgen. Weltweit landet ein Drittel der Lebensmittel im Müll, in den Industrieländern geht man sogar von 50 Prozent aus. Das Buffet bietet wirklich alles, außer einer Wertschätzung für Lebensmittel, Mahlzeit!