Über 10.000 Kilometer „kabelte“ Kardinal Schönborn seine „tiefe Bestürzung“ nach Wien. Der Anlass: Die Festnahme von acht Pakistani aus dem Caritas-Flüchtlingsquartier Servitenkloster. Sie gehörten zu jener Gruppe, die in der eiskalten Votivkirche für ein humanes Asylrecht und eine menschengerechte Unterbringung demonstriert hat. Jetzt bekommen sie es von der Innenministerin schwarz auf weiß: Ja, unser Asylrecht und unsere Asylpraxis sind inhuman und – so sagen zumindest viele Experten – auch menschenrechtswidrig. Pakistan ist immerhin ein Land, wo Mädchen, die zur Schule gehen wollen, in den Kopf geschossen wird. Das nennt Mikl-Leitner ein „sicheres Drittland“.