Die syrische Opposition hat vergangene Woche die USA erneut aufgefordert, ihr endlich Waffen zu schicken. Anders als die Regierungen in England und Frankreich ist Obama bisher zurückhaltend damit. Dahinter steht nicht nur die Sorge, in einen neuerlichen, sündteuren Krieg verwickelt zu werden. Dahinter steht auch die Erfahrung, dass man im Kalten Krieg gegen den Feind Sowjetunion jahrelang die Taliban mit Waffen aufgerüstet hat, die jetzt weite Gebiete in Afghanistan und Pakistan terrorisieren. Und dahinter steht vielleicht auch die Erkenntnis, dass mit dem Krieg im Irak zwar ein Diktator abgelöst , dafür aber eine ganze Region zum Aufmarschgebiet rücksichtsloser Terroristen wurde. In Syrien ist inzwischen eine ähnliche Entwicklung im Gang. Und auch dort werden noch mehr Waffen nicht die Lösung bringen.