Als ich 1989 in Kremsmünster eintrat, erhielt ich den Klosternamen Altman. Nicht wegen dem hl. Altmann, sondern weil ich Musiker bin, wählte der Abt diesen Namen eines anderen Klostermusikers aus, der 1981 verstorben war. Mein Namenspatron ist aber natürlich der hl. Altmann, der mir bis dahin unbekannt war. Das Wenige, was wir vom hl. Altmann wissen, ist faszinierend genug und muss nicht erst von Legenden befreit werden. Mit dieser großen Gestalt taucht man ein in die Zeit des 11. Jahrhunderts. Altmann wird Leiter der Domschule in Paderborn, ab 1065 ist er Bischof von Passau. Er gründet Klöster, zieht mit Papst Gregor VII. an einem Strang und macht sich dabei nicht nur Freunde. Zu Lebzeiten legte er das Fundament für die christliche Kultur in unserem Land, indem er Holzkirchen durch Steinbauten ersetzen ließ und sich um eine gute Priesterausbildung bemühte. Allein das fasziniert: sein Leben für etwas einsetzen, was über Jahrhunderte Gültigkeit hat. Erst die Geschichte hat ihm Recht gegeben.