Als ich Lydia in der Schule kennenlernte, haben wir uns auf Anhieb gut verstanden. Kurze Zeit später stand der erste Besuch bei ihrer Familie zu Hause an. Sie erzählte mir bereits, dass ihre Schwester schwer geistig beeinträchtigt ist. Vor meinem ersten Besuch war ich also etwas nervös, da ich zuvor keine Erfahrungen im Umgang mit beeinträchtigten Menschen gemacht habe. Doch der Besuch gestaltete sich sehr nett und interessant. Ich lernte auch Lydias Mutter Marianne kennen, die ihre schwer behinderte Tochter fast ausschließlich alleine pflegt. Schon bald merkte ich, welche große und auch anstrengende Lebensaufgabe das ist. Dennoch findet man bei Marianne fast immer ein Lächeln im Gesicht und der nächste Scherz lässt auch nicht lange auf sich warten. Ich habe größten Respekt vor ihrer Aufgabe, die weit über das Muttersein hinausreicht, und bewundere sie für ihre Lebenslust und ihren großen Optimismus, trotz oft schwerer Tage. Es lässt mich wieder daran glauben, dass man seinen Lebensmut und seinen Humor nicht verlieren soll, auch wenn man in schwierigen Situationen steckt! Machen Sie mit. Kennen auch Sie jemanden, der eine ähnliche Lebensaufgabe meistert und große Wertschätzung und Dank verdient? Erzählen Sie uns davon. Einsendeschluss ist der 23. August. Adresse: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, E-Mail: office@kirchenzeitung.at