Was vor 30 Jahren klein begonnen hat, entwickelte sich bis heute zu einem riesen Projekt: Die Medikamentenaktion des Aussätzigen-Hilfswerks Österreich. Geleitet wird sie mit großer Begeisterung und Hingabe von Stefan Schertler.
Die vergangenen Wochen waren anstrengend. Medikamente sortieren, kommissionieren, verpacken, verschicken. Mittlerweile sind mit Hilfe von elf Ferialpraktikanten/innen 28.000 Medikamentenpakete von Vorarlberg unterwegs zu 28 Missionsspitälern, Leprastationen und Armenapotheken in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. „Es ist medizinische Hilfe für jene, die sich keine Medikamente leisten können. Da es keine Einmalaktion ist, wissen unsere Projektpartner, dass auch im nächsten Jahr wieder Hilfe von uns kommt. Bis dahin müssen sie mit den von Ärzten und Pharmafirmen gespendeten Arzneimitteln ein Jahr lang auskommen“, so Stefan Schertler.
Zauberei
Schon als Schüler in Bregenz war Stefan Schertler für die Medikamentenaktion aktiv. „In den Ferien war mir langweilig und ich habe gehört, dass in der Pfarre noch Mitarbeiter für das Verpacken von Medikamenten gesucht werden. Also hab ich mitgeholfen. Und bin hängengeblieben.“ Seit 26 Jahren ist der Bregenzer jetzt beim Aussätzigen-Hilfswerk fix dabei, daneben hat er Wirtschaft studiert. Seit 17 Jahren leitet er die Medikamentenaktion. Und das mit viel Enthusiasmus und großem Eifer. So wie seine Lebensgefährtin Barbara Wagner, die seit 13 Jahren im Team ist. Der Glaube spielt für beide eine große Rolle. „Wir spüren, es gibt jemanden, der auf uns Acht gibt, egal, wo wir unterwegs sind und in welche Situationen wir hineinkommen. Darauf vertrauen wir.“ In seiner Freizeit widmet sich Stefan Schertler der Zauberkunst. Bei 60 Veranstaltungen im Jahr verzaubert er nicht nur Firmenmitarbeiter/innen, sondern auch bedürftige Kinder. „Mit der Zauberei kann ich ebenfalls Menschen Freude bereiten und mir selber macht es großen Spaß.“