Die Liste bewaffneter Konflikte und Kriege weltweit ist lang. Da gibt es die Bürgerkriege in Syrien oder Somalia, den Aufstand im Irak, den Sharia-Konflikt in Nigeria, den Guerilla-Krieg in Kolumbien, den Drogenkrieg in Mexiko, die Konflikte in Afghanistan, Myanmar, im Nahen Osten, im Sudan, in Uganda oder Pakistan – diese Liste ließe sich noch fortschreiben. Überall dort gerät auch die Zivilbevölkerung zwischen die Fronten und leidet massiv. Aber in diesen Krisenherden, wo Menschen sich in Not befinden, werden vermehrt auch die humanitären Helfer/innen zur Zielscheibe von Angriffen. Dort, wo sie zur Stelle sind, um die Missstände zu lindern und Hilfe zu leisten, leben sie zunehmend gefährlich. Die EU fordert daher mehr Schutz für Mitarbeiter/innen von Hilfsorganisationen.
Pro Tag wird mindestens ein Mitglied der humanitären Helfer/innen getötet.
Laut Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, belegen vorläufige Daten aus dem heurigen Jahr, dass pro Tag mindestens ein/e humanitäre/r Helfer/in getötet, verletzt oder entführt wird. Vor allem in Syrien und Afghanistan seien die Gefahren für Kräfte von Hilfsorganisationen besonders hoch. Aber auch in anderen Krisenregionen werde das humanitäre Völkerrecht immer wieder verletzt. Dabei ist die geleistete Hilfe von der Caritas, dem Internationalen Roten Kreuz oder Ärzte ohne Grenzen, um nur einige zu nennen, so unglaublich wichtig. Man mag es sich gar nicht vorstellen, wie es wohl wäre, gäbe es diese Kräfte nicht, die aufopfernd und unter schwierigsten Bedingungen bei den notleidenden Menschen sind, medizinische Versorgung leisten, Nahrungsmittel, Kleidung, Decken und Zelte zur Verfügung stellen oder Trinkwasser sicherstellen.