„HANSI UND EDI, MIMI UND SUSI.“ Für viele der älteren und mittleren Generation waren das die ersten Worte, die sie möglichst gerade in Blockbuchstaben in ihr liniertes Schreibheft mehr abgemalt als geschrieben haben. Welche Türen ins Leben Hansi und Edi, Mimi und Susi ihnen damit aufgestoßen haben, war den Kindern wohl kaum bewusst. Schreiben und Lesen geben dem Menschen Bedeutung über den Augenblick hinaus. Es lässt sich nachlesen, was einmal war – und mitteilen, was für später bedeutsam sein wird. Deshalb ist auch die Botschaft des Christentums in Schrift gefasst. Und mit der Zeit entwickelt ein Mensch seine Handschrift, an der man ihn sogar erkennt. Wackelig oder fest. Nicht nur der Inhalt, seine Schrift erzählt etwas vom Menschen, der da geschrieben hat. Gewiss. Schreiben und Lesen lernen Kinder auch heute. Insgesamt werden sie vermutlich in ihrem Leben mit viel mehr Schriftlichem zu tun haben, als dies zu früheren Zeiten der Fall war. Aber: Wir gehen einer „handschriftarmen“ Zeit entgegen. Sie sehen alle gleich aus – die so leicht ins Netz getippten Buchstaben. Es gilt achtsam zu sein, dass nicht im Meer der Buchstaben der Mensch selbst ertrinkt.