Syrien. Ein Land im Krieg. Das Drama dort hat im März 2011 begonnen. Mit aller Gewalt schlug das syrische Regime die damals noch friedlichen Demonstranten nieder. Mittlerweile tobt ein blutiger Bürgerkrieg in dem vorderasiatischen Land. Tod, Folter, Gewalt, unendliches Leid – ein Drama spielt sich ab und scheint nicht aufzuhören. Die betroffenen Menschen in Syrien werden dieses Trauma nie wirklich überwinden und das Erlebte ein Leben lang als Rucksack mit sich schleppen. Bis zu sieben Millionen Menschen sind auf der Flucht; 100.000 Tote hat der Krieg bisher gefordert, 1426 davon sind Giftgasopfer. Experten der UNO sind dabei, den mutmaßlichen Einsatz von Giftgas zu prüfen. Ein Bericht soll in zwei Wochen vorliegen.
Ein Eingreifen von außen halten viele für unausweichlich. Und ein Militärschlag gegen Syrien scheint auch kurz bevorzustehen. US-Präsident Obama hat sich bereits dafür ausgesprochen. Trotzdem macht sich Zurückhaltung breit. Er will zuvor noch die Zustimmung vom Kongress einholen. Die Briten ruderten ebenfalls zurück. Das ist auf jeden Fall positiv zu sehen, denn das Risiko, das ein Militärangriff in sich birgt, ist immens groß und würde die Gewalt nur noch schlimmer machen. Doch wer kann diesen Krieg stoppen? Wer kann den Verantwortlichen für diese Gräueltaten, für diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit beikommen? An Stelle eines Militärschlages von außen sollte das oberste Gebot sein, alle erdenklichen Alternativen und Strategien auf den Tisch zu legen, um vor allem der leidenden Zivilbevölkerung zu helfen. Denn wer Wind sät, wird Sturm ernten, Gewalt erzeugt nur immer wieder Gewalt.