Die Bewältigung von winterlichen Temperaturen, angeeisten Autofenstern oder einem völlig eingeschneiten Auto verrät viel über die Natur der Besitzer. Ein Unter Uns von Brigitta Hasch.
Ausgabe: 2014/01
30.12.2013
- Brigitta Hasch
Da gibt es die Minimalisten. Sie verzichten großzügig darauf, Vorder- und Rücklichter von Schnee zu befreien. Auch die Seitenfenster finden wenig Beachtung. Von der Front- und Heckscheibe genießen nur ein paar Quadratdezimeter die direkte Behandlung durch den Eisschaber. Den Rest erledigt eine voll aufgedrehte Heizung. Die ersten Fahrkilometer werden oft in gebückter Haltung absolviert, weil das Guckloch halt zu weit unten ist. Ganz anders laufen die Vorbereitungen, bevor der Perfektionist ins Auto steigt. Besen und Eiskratzer werden nicht geschont, alles, sogar das Dach und die kleinen hinteren Seitenfenster sind blitzblank. Nach getaner Arbeit werden die Putzutensilien ausgeklopft und fein säuberlich im Seitenfach des Kofferraumes verstaut; da hat alles seine Ordnung. Beides hat seinen Reiz, aber auch Nachteile. Wie so oft, wäre der Mittelweg nicht der schlechteste. Und wie hält es die Schreiberin dieser lästerlichen Zeilen? Sie genießt den Luxus, in der Früh aus der Garage zu fahren, und wünscht allen Verkehrsteilnehmer/innen eine gute Fahrt durch den Winter.