Zivildiener lässt Fußballplatz für benachteiligte Kinder errichten
Eine Expertenjury wählte Philip Slapar aus allen „Bundesländer-Siegern“ zum „Zivildiener des Jahres 2013“. Sein Projekt erweitert das Sportangebot am Don-Bosco-Jugendzentrum Graz.
„Mach’, dass deine Vision wahr wird.“ Unter diesem Motto stand ein Jugendwettbewerb der Gemeinde Graz. Für Philip Slapar war das der Anstoß, aus dem Wunsch der Kids am Don-Bosco-Jugendzentrum Graz ein konkretes Projekt zu machen. Es ging um einen Fußballplatz, den man praktisch das ganze Jahr über bespielen kann, „für viele unserer Kinder, die sich ja keine Mitgliedschaft bei einem Verein leisten können, eine tolle Sache“. In kürzester Zeit, so erinnert sich Slapar, schrieb er dann mit seinem Freund David Kozomara ein Konzept für einen Kunstrasenplatz, reichte es ein – und gewann damit den ersten Preis. „Mit den 18.000 Euro Preisgeld war der Start gelungen und mein Ehrgeiz, etwas zu schaffen, was uns zunächst unmöglich schien, angestachelt.“ Obwohl sein Zivildienst bald darauf auslief, blieb Slapar weiter dran und versuchte bei Politikern und Firmen Geldmittel für das Projekt aufzutreiben. „Es war ein langer und mitunter auch recht steiniger Weg“, erinnert er sich. „Aber nun haben wir mehr als 50.000 Euro beisammen und im Frühjahr kann der Platz errichtet werden.“
Mädchen für alles
Nachdem er in der Pfarre und im Jugendzentrum „Don-Bosco“ praktisch aufgewachsen sei und von hier auch die meisten seiner Freunde kenne, war es für ihn „super“, gerade da Zivildienst zu machen. „Ich war ,Mädchen für alles‘, vom wöchentlichen Putztag bis zum Aufbauen für Feste. Ein für mich wichtiger Teil war auch die Mitarbeit im Jugendzentrum, mit den Kindern Sport und Freizeit gestalten, aber auch Lernhilfe geben.“