Als Kind wollte ich Herta heißen – so wie meine Lieblingstante. Erst als ich in der Pubertät anfing, mich intensiver mit meinem Namen zu beschäftigen, entdeckte ich Folgendes: dass er aus der althochdeutschen Sprache kommt („ger“ = Speer, „linda“ = Schild aus Lindenholz), dass er sich nicht von einem Bubennamen ableitet und daher für Eigenständigkeit steht und dass er schön klingt, nämlich entschlossen anfängt und einen weichen Ausklang hat.Seit damals fühle ich mich wohl mit meinem Namen und trage ihn gerne. Der Legende nach lebte Gerlinde (Gerlindis) in einer Klause neben dem Benediktiner-Kloster Sponheim bei Bad Kreuznach und viele Menschen kamen zu ihr, um ihren Rat zu erbitten. Auch ich habe mich für einen Beruf entschieden, in dem ich Menschen berate und begleite.