1.250 Schüler/innen bei Wallfahrt nach St. Florian
Ausgabe: 2004/43, St. Florian, Wallfahrt, Enns-Lorch, Sternwallfahrt, Boden, Mühlstein
20.10.2004
- Heinz Niederleitner
Sie kamen aus zehn Schulen im Dekanat Enns-Lorch: Schüler/innen, die letzte Woche an einer Sternwallfahrt zur Mitte des Dekanates teilnahmen.
Mit der Sternwallfahrt der 1.250 Schüler/innen aus dem Dekanat Enns-Lorch hatte das zu Ende gehende Florianjahr nochmals einen Höhepunkt zu bieten. Aus allen Himmelsrichtungen kamen sie, von den Tafelklässlern bis zu den Maturanten von den allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen. Sie machten sich mittwochvormittags bei strahlendem, wenn auch kaltem Wetter auf den Weg zum geografischen Mittelpunkt des Dekanates, der Steffelbauernkapelle, um dort zusammen mit Bischof Maximilian Aichern, Prälat Wilhelm Neuwirth, Dechant Gerold Harrer und Pastor Günter Merz einen Wortgottesdienst zu feiern.
Im Zentrum der Feier stand der Märtyrer Florian, der vor 1.700 Jahren mit einem Mühlstein ertränkt wurde. Als sichtbare Erinnerung an die Sternwallfahrt wurde ein Mühlstein an die Wegkreuzung bei der Kapelle gesetzt, eine Arbeit des Künstlers Mag. Wolfgang Kodada. Blätter mit Unterschriften aller beteiligten Schüler/innen befinden sich im Achsloch des Rades. Zur Erinnerung bekamen alle Teilnehmer/innen auch einen kleinen „Mühlstein“ aus Ton zum Umhängen mit auf den Weg,
Mut und Zivilcourage
Großzügig unterstützt hat das von Dechant Gerold Harrer, dem Religionslehrer Mag. David Weinberger vom BG Enns und dem Künstler Maf. Wolfgang Kodada erdachte Projekt das Land Oberösterreich. Landesrat Dr. Josef Stockinger sagte in seinem Grußwort, dass seit dem 4. Mai 2004 nicht nur die Feuerwehrmänner Florianijünger sind, sondern alle Oberösterreicher/innen. Er strich die Bedeutung des Mutes und der Zivilcourage hervor, für die Florian ein Beispiel gab, und forderte die Schüler/innen auf, ebenfalls mutig und couragiert zu sein.
Bischof Maximilian Aichern griff dies auf und sagte, dass man im Glauben Mut zeigen muss, so wie Florian, der ob seines Glaubens umgebracht wurde. In seiner Erläuterung des Evangeliums von den Saatkörnern, die auf fruchtbaren und unfruchtbaren Boden fielen, meinte Prälat Wilhelm Neuwirth vom Stift St. Florian, wir Menschen sollen in uns den „guten Boden“ für ein Leben als Christen bereiten.