Ausgabe: 2004/45, Papst Paul VI, Athenagoras, Patriarch, Macht, Vatikan
03.11.2004
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Patriarch Athenagoras und Papst Paul VI. bei der wichtigen Begegnung 1964. Der Papst verzichtet auf das Machtsymbol.
Seit dem Mittelalter trugen die Päpste eine bestimmte Kopfbedeckung. Es war eine kegelförmige Haube mit den drei Ringkronen. Diese dokumentierte auch den Machtanspruch des Papsttums. Nach der Krönungsmesse eines neu gewählten Papstes wurde die Krone in einer eigenen Übergabezeremonie vor den Augen der Bevölkerung auf dem Petersplatz übergeben. Es geschah die mit den Worten des Kardinaldiakons: „Empfange die dreifach gekrönte (...) und wisse, dass du der Vater der Fürsten und Könige, der Lenker des Erdkreises und der Vikar Jesu Christi, unseres Erlösers, auf Erden bist.“
So war es bis 1963. Das Heimatbistum Mailand hatte die neue Krone für Papst Paul VI. anfertigen lassen und ihm übergeben, eine bewusst schlichte, im Stil „moderne“ Krone. Doch nur ein Jahr trug sie der Papst. Dann setzte er ein Zeichen, das weltweit Aufmerksamkeit erfuhr. Der Papst legte die Krone ab. Es war am 13. November 1964, vor 40 Jahren also. Damals war das Konzil im Gange und von der Armut auf der Welt die Rede. Der Papst legte die Krone auf den Altar des Petersdomes und schenkte sie den amerikanischen Katholiken, die damit Geld für die Armen sammeln sollten. Seit Juni 1968 wird die päpstliche Krone in der Memorial Hall in Washington aufbewahrt. Auch die Nachfolger haben auf das Zeichen weltlicher Macht verzichtet.
Frage: Wie heißt die dreifache päpstliche Krone?
Schicken Sie die Lösung bis 12. November an die Kirchenzeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Wir verlosen drei Bücher.
Beim Rätsel Nr. 43 (3. Kreuzzug, Leopold III.) haben, gewonnen: Elisabeth Biermeier, Weitersfelden; Hermine Stelzer, Peuerbach; Renate Aigner, Linz.