Seit Jahren baut Arjun Karki auf echte Partnerschaft mit der Aktion Familienfasttag.
Arjun Karki zählt zu jenen, die ihre Stimme für die Schwächsten einsetzen. Und selbst wenn seine eigene nicht besonders laut ist, so erhebt er sie dennoch mächtig im Kampf gegen Armut. Wie 2001 bei der UN-Konferenz über die ärmsten Länder der Welt in Brüssel: als UN-Generalsekretär Kofi Annan vor das NGO-Forum trat, führte der Nepalese den Vorsitz. Monate später stand er dann vor der UNO. In Genf legte Karki seine Sicht dar: was zu tun ist, um den Menschen, die von weniger als einem Euro am Tag leben müssen, zu helfen. An erster Stelle steht für ihn „echte Partnerschaft, die niemandem etwas aufzwingt und den Bedürfnissen der Menschen entspricht.“ Der Präsident des Dachverbandes von 2600 Nichtregierungsorganisationen (NGOs) in Nepal weiß, wie das zu verstehen ist: „Denn oft genug glauben die Europäer besser zu wissen, was wir in Nepal brauchen.“ Ganz anders hingegen ist Arjun Karkis Erfahrung mit der Aktion Familienfasttag. Diese unterstützt seit Jahren Projekte von RRN, der NGO für ländlichen Wiederaufbau in Nepal, die der 42-Jährige leitet. „Mit dieser Hilfe wurden bereits über 60 Frauenselbsthilfegruppen aufgebaut.“ Seit dem königlichen Staatsstreich vom 1. Februar am Himalaya aber „ist die Situation in unserem Land schrecklich“. Deshalb meint Arjun Karki, der mehrfach im Bürgerkrieg zwischen Regierung und maoistischen Rebellen zu vermitteln versucht hat: „Jetzt ist Geld alleine zu wenig für uns. Wir brauchen auch politische Unterstützung aus Österreich zur Verteidigung der Menschenrechte in Nepal.“