Die Meldungen in der Katholischen Nachrichten-agentur Kathpress werden mit den Schlagworten „Papst und Gesundheit“ überschrieben. Der Pressesprecher des Papstes nimmt zum körperlichen Zustand des Kirchenoberhaupt stets unter dem Blick-winkel „Fortschritt der Genesung“ Stellung. Selbstverständlich ist Papst Johannes Paul II. nicht mehr zu wünschen, als dass er wieder „halbwegs“ wiederhergestellt sein Amt ausüben kann. Doch die Frage drängt sich auf: Darf man bei einem 84-jährigen, kranken Christen nicht auch über das Sterben reden?
Wer im Familienkreis einen Menschen in seiner letzten Lebensphase begleitet hat, weiß, wie schwierig es ist, über das Ende zu reden – aber es kann unendlich bereichernd werden: für beide Seiten, für den Kranken und die Angehörigen. Oft bekommen die Beziehung zueinander und der Glaube eine nie dagewesene Tiefe. Es ist ein seltsames Geheimnis: Im Sterben aus dem Glauben liegt eine große Kraft. Natürlich sind das sehr intime Momente, aber dann und wann eine Andeutung aus dem Umfeld des Papstes würden sich viele Christen wünschen. Wo doch Johannes Paul II. so vielen ein Vorbild im Glauben ist – im Leben und im Zugehen auf das Ende.